Pferde sind Kompensationskünstler.
Blockaden und verspannte Muskeln werden an anderer Stelle kompensiert,
um dem Fluchttier Pferd das Überleben zu sichern.
Eine Lahmheit tritt häufig erst auf, wenn die Kompensationsmöglichkeiten des Pferdekörpers erschöpft sind.
Auf dem Weg dahin beklagen Reiter sich häufig darüber,
dass ihre Pferde fest im Maul sind, sich nicht gut sitzen lassen und schwer zu biegen sind.
Auch eine nervliche Überreiztheit oder ein emotionales Ungleichgewicht können die Folge von Blockaden sein.
Im Rahmen einer osteopathischen Behandlung werden Blockaden systematisch gelöst und die Muskulatur entspannt.
Dadurch kann das Pferd körperlich, nervlich und emotional wieder in seine natürliche Balance kommen.
Damit die Behandlung nachhaltig wirken kann,
sollte das anschließende Training die Stabilisierung des Pferdes gezielt unterstützen.
In manchen Fällen sind Nachbehandlungen der Muskulatur und anderer Strukturen sinnvoll.
Ich unterstütze meine Kunden durch individuelle " Hilfe zur Selbsthilfe", so dass sie an der Genesung und Gesunderhaltung ihres Pferdes aktiv mitwirken können.
Für Pferde mit einem intensiveren Therapie Bedarf gibt es vergünstigte Preismodelle.
Aus der Natur des Pferdes ergibt sich weiter, dass es sich kraftsparend bewegen möchte, um im Falle einer plötzlich aufkommenden Fluchtsituation Kraftreserven zu haben. Somit wird es nicht aus eigenem Antrieb während des Trainings sein Gewicht auf die Hinterhand bringen.
Aufgrund des fehlenden Schlüsselbeins kann dauerhaftes "auf der Vorhand " reiten
zu einem Absinken des Brustkorbes mit vielfältigen Folgeerscheinungen führen. Dieser Symptomkomplex wird häufig als Trageschwäche oder Trageerschöpfung bzw. mangelnde Tragfähigkeit bezeichnet.
Bei den betroffenen Pferden fungiert der Thorax (Brustkorb) in seiner flexiblen Aufhängung nicht mehr als großer Stoßdämpfer mit der Folge, dass die "kleinen Stoßdämpfer" im unteren Teil der Extremitäten überlastet werden.
Eine eingeschränkte Tragfähigkeit führt - neben Rückenproblemen - folglich auch
zu Erkrankungen der Sehnen, Bänder und Gelenke.
(Darauf gehe ich auch in meinem Gruppenkurs " Anatomie und Skala der Ausbildung " näher ein.)
Die Schiefe oder mangelnde vertikale Balance ist ein weiteres Gesundheitsrisiko der Reitpferde und Ursache vieler Verspannungen und Blockaden.
Ein sehr großer Teil der Lahmheiten ist bei analytischer Betrachtung darauf zurückzuführen.
Geraderichtende Arbeit ist daher ein zentralere Bestandteil meines Trainings. Mit gezielten therapeutischen Maßnahmen, wie z.B. Faszien Dehnungen oder Öffnen ganzer Faszien Ketten nach dem DILBA Konzept, kann ich das geraderichtende Training effektiv unterstützen.
Therapie schafft die Basis für ein sinnvolles Training!
Ein sinnvolles Training macht Therapie nachhaltig!
Ein gesunder Stoffwechsel und eine abgestimmte Ernährung begünstigen den Aufbau einer losgelassenen Muskulatur und tragen zur Gesunderhaltung von Sehnen, Bändern und Gelenken bei.
Leberprobleme und Übersäuerung beginnen schon lange bevor sie im Blutbild sichtbar sind.
Somit hat der Ganzheitliche Weg zu einem gesunden, lockeren und motivierten Pferd vier Grundbausteine:
Therapie
Stoffwechselregulierung *
Ernährungsoptimierung *
Training
Warum ist ein ganzheitlicher Ansatz der Schlüssel zum Erfolg?
* in Zusammenarbeit mit Tierheilpraktikerin
Dr. Ursula Meyer
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